ReN
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Korpusdesign

Das Referenzkorpus ist durch die Parameter ‚Raum‘, ‚Zeit‘ und ‚Feld der Schriftlichkeit‘ strukturiert.

Raum

Bei den zu unterscheidenden Räumen handelt es sich um

  1. das Nordniedersächsische,
  2. das Lübische,
  3. das Ostelbische,
  4. das baltische Niederdeutsch,
  5. das Westfälische,
  6. das Ostfälische,
  7. das Elbostfälische,
  8. das Südmärkische und
  9. das Niederrheinische.

(Eine Übersicht über die Schreibsprachenlandschaften des Mittelniederdeutschen bietet diese Karte.)

Der Projektstandort Hamburg widmet sich nordniedersächsischen, ostelbischen, baltischen und südmärkischen Texten. In Münster werden lübische, westfälische, ostfälische, elbostfälische und niederrheinische Texte bearbeitet.

Zeit

Zusätzlich ist das Korpus in insgesamt acht Zeitabschnitte gegliedert, von denen der erste überlieferungsbedingt das gesamte 13. Jahrhundert umfasst. Für die folgenden Jahrhunderte erfolgt eine Unterteilung in Zeiträume von jeweils 50 Jahren.

I II III IV V VI VII VIII
13. Jh. 1301-1350 1351-1400 1401-1450 1451-1500 1501-1550 1551-1600 1601-1650

Für die Zeit von 1200 bis 1473 liegen für den niederdeutschen Sprachraum Handschriften und Inschriften vor. Nach 1473 existieren Handschriften, Inschriften und Drucke, die im Korpus berücksichtigt werden.

Feld der Schriftlichkeit

Die Texte des ‚Referenzkorpus Mittelniederdeutsch/Niederrheinisch (1200-1650)‘ lassen sich zudem jeweils einem der folgenden sieben ‚Felder der Schriftlichkeit‘ zuordnen:

  1. Verwaltung
  2. Recht und Urkunden
  3. Wissensvermittlung
  4. Geistliche Schriftlichkeit (Religion)
  5. Literatur
  6. Private Schriftlichkeit und Korrespondenz
  7. Inschriften

Die Struktur des Referenzkorpus ergibt sich aus der Kombination der Parameter ‚Raum‘ und ‚Zeit‘. Nach Möglichkeit werden die ‚Felder der Schriftlichkeit‘ innerhalb der Parameter angemessen berücksichtigt.